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Shuttle hat auf einer Pressekonferenz – wie bereits angekündigt (BareboneCenter News) – während der Consumer Electronics Show (CES) seine neuen Net- und Notebooks vorgestellt. Shuttle nennt seine neuen Notebook-Mainboards SPA. Diese sollen – ähnlich wie normale Notebooks - im zwei Form Faktoren erhältlich sein: SPA (ab 13,3 Zoll) und uSPA (10,1 und 13.3 Zoll). Shuttle sieht den Vorteil in den Boards darin, dass Konfigurationen sich schnell ändern lassen. Man könne beispielsweise bei der Grafik auf AMD und Nvidia setzen und könne dann auf 392 Kombinationen setzen. Insgesamt biete Shuttle insgesamt über 9.000 Kombinationsmöglichkeiten – und da seien externe Grafiklösungen noch nicht hinzugerechnet.
Shuttles SPA Notebooks sollen mit der i-Power-Funktion ausgestattet werden, das die Nutzung von USB-Laufwerken bei ausgeschaltetem Notebook ermöglicht, automatisch zwischen übertaktetem und Stromsparmodus wechselt, drei Mal so schnell die Akkus auflädt wie normale Notebooks. Zudem sollen externe Displays automatisch erkannt werden und sich externe Grafiklösungen problemlos nutzen lassen.
Klingt bisher toll, aber der Haken ist, dass Shuttle nur an OEMs also Graßabnehmer liefert. Allerdings denke Shuttle auch über Netbooks nach, die direkt von den Usern konfiguriert werden könnten. „Wir sind nur wenige Schritte davon entfernt“, erklärte Shuttle-Boss David Chen, laut Icrontic.
Quellen: Icrontic, Shuttle
KOMMENTAR
Shuttle: Alles neue oder doch nicht?
Die Zeit der Barebones scheint langsam abzulaufen. Netbooks und Mini-PCs, die auf ITX-Plattformen setzen, scheinen den klassischen Barebone ins Abseits zu befördern. Das scheint auch Shuttle bemerkt zu haben und geht neue Wege – oder belebt alte wieder.
Schon im Vorfeld der Consumer Electronics Show (CES) hatte man angekündigt, dass man Notebooks auf den Markt bringen wolle und diese auch vorgestellt. Genauer gesagt: das Innenleben. Denn die SPA-Serie besteht aus Notebook-Mainboards. Die einzelnen Komponenten und Gehäuse fehlen – und wurden, laut unserer Quellen, auch nicht präsentiert. Shuttles Schritt in die Zukunft scheint ein Schritt in die Vergangenheit zu sein. Denn plötzlich ist man wieder Mainboardhersteller – wenn auch für Notebooks. Damit geht man den in den Markt zurück, den man mit den XPCs verlassen wollte und hat. Denn im Mainboardsegment ist bekanntlich nur über Masse Geld zu verdienen. Shuttle will aber genau da mitmischen und scheinbar mit den großen OEM-Herstellern wie ECS, Foxconn oder Pegatron (Asus-Tochter) in Konkurrenz treten. Ob das funktionieren kann? Wir zweifeln ein wenig daran.
Es wäre wünschenswert, dass Shuttle die individuelle Notebookkonfiguration für Endkunden wirklich hinbekommt. Allerdings haben wir auch dabei Zweifel, denn selbst ein weltweit etablierter Hersteller wie DELL bietet nur eingeschränkte Konfigurationsmöglichkeiten an.
Wir haben ein wenig Sorge, dass Shuttle die Luft, die Ideen und mittelfristig das Geld ausgeht. Denn das würde auch das definitive Aus für die klassischen Mini-PCs bedeuten.
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